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Hundehaltung in Bad Oldesloe

Tierschutz
Ein Tier muss immer seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden. Der Tierhalter muss die dafür erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen.

Allgemeines zur Hundehaltung
Ein Hund sollte immer so erzogen sein, dass er andere Menschen oder Tiere nicht ängstigt oder belästigt.
Hunde sind so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit ausgehen. Eine Halterin/ein Halter darf einen Hund nur solchen Personen überlassen, die die Gewähr dafür bieten, den Hund sicher zu führen.
Außerhalb des befriedeten Besitztums der Hundehalterin/des Hundehalters ist dem Hund ein Halsband, eine Halskette oder eine vergleichbare Anleinvorrichtung mit einer Kennzeichnung anzulegen, aufgrund derer die Halterin/der Halter ermittelt werden kann.

Gefährliche Hunde
Hunde werden aufgrund ihres Verhaltens (z. B. aufgrund von gesteigerter Aggressivität oder Beißvorfällen) als gefährlich eingestuft. Durch die richtige Haltung und Erziehung des Hundes können die Hundehalter dafür Sorge tragen, dass es zu keiner Gefährlichkeitseinstufung des Hundes aufgrund von gesteigerter Aggressivität oder Beißvorfällen kommt.

Auflagen Haltung eines gefährlichen Hundes (u. a.)

  • Erlaubnispflicht (Gebühr 100 €)
  • Maulkorbzwang
  • Leinenpflicht (Länge: max. 2 Meter)

Rechtsgrundlage: Gesetz über das Halten von Hunden (HundeG) vom 23.6.2013
(GVOBl. Schl.-H., S. 369)

Leinenpflicht für alle Hunderassen
In Bad Oldesloe besteht kein genereller Leinenzwang jedoch sind Hunde in den u. g. Bereichen zwingend an einer geeigneten Leine zu führen

  1. Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
  2. bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
  3. in der Allgemeinheit zugänglichen oder anderweitig begrenzten Park-, Garten und Grünanlagen (hierzu zählt unter anderem der Kurpark) mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufgebieten (existieren derzeit in Bad Oldesloe nicht),
  4. bei Mehrfamilienhäusern auf dem gesamten Grundstück und im Gebäude mit Ausnahme der nicht dem Gemeingebrauch unterliegenden selbstgenutzten Räume oder Flächen,
  5. in öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln,
  6. in Sportanlagen und auf Zelt und Campingplätzen,
  7. auf Friedhöfen,
  8. auf Märkten und Messen.

Die Leine muss zur Vermeidung von Gefahren geeignet (reißfest unter Berücksichtigung von Gewicht und der körperlichen Kraft des zu führenden Tieres) sein.

Rechtsgrundlage: Gesetz über das Halten von Hunden (HundeG) vom 23.6.2013
(GVOBl. Schl.-H., S. 369)

Leinenpflicht für Hunde im Kurpark und Mitnahmeverbot für Hunde
auf die dortige Liegewiese

Aus gegebenem Anlass weist das Ordnungsamt daraufhin, dass im gesamten Kurpark ein Leinenzwang für alle Hunde sowie ein Mitnahmeverbot für alle Hunde auf die im Kurpark befindliche Liegewiese (Höhe Kurparkallee/Sülzberg) besteht.
Hunde sind im gesamten Kurpark an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen (vergl. § 3 Abs. 2 Nr. 3 Hundegesetz und § 17 Abs. 2 Nr. 3 Landeswaldgesetz). Auf den bestehenden Leinenzwang wird an den Eingängen des Kurparks, durch entsprechende Beschilderung, hingewiesen.
Des Weiteren ist es verboten, Hunde mit auf die Liegewiese (Höhe Kurparkallee/Sülzberg, durch entsprechende Beschilderung gekennzeichnet) zu nehmen oder dort laufen zu lassen (vergl. § 3 Abs. 3 Nr. 3 Gefahrhundegesetz).
Die Missachtung des Leinenzwanges und des Mitnahmeverbotes auf die Liegewiese kann nach § 20 Abs. 1 Nr. 3 bzw. Nr. 4 i. V. m. Abs. 2 Hundegesetz mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.
Das Ordnungsamt behält sich vor, künftig Kontrollen bezüglich der Einhaltung des Leinenzwanges und des Mitnahmeverbotes durchzuführen und entsprechende Verstöße zu ahnden.

Mitnahmeverbot
Für alle Hunde besteht für die folgenden Bereiche ein Mitnahmeverbot

  1. Kirchen, Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser,
  2. Theater, Lichtspielhäuser, Konzert-, Vortrags- und Versammlungsräume und
  3. Badeanstalten sowie auf Badeplätze, Kinderspielplätze und Liegewiesen.

Verstöße gegen das Mitnahmeverbot oder gegen den Leinenzwang können mit Geldbußen von bis zu 10.000 € geahndet werden.
Weitere Bereiche, für die ein Mitnahmeverbot oder ein Leinenzwang besteht ergeben sich u. a. durch das Landesnaturschutzgesetz oder das Landeswaldgesetz (z. B. Leinenzwang im Kneeden).

Rechtsgrundlage: Gesetz über das Halten von Hunden (HundeG) vom 23.6.2013
(GVOBl. Schl.-H., S. 369)

Bei Rückfragen bezüglich Tierschutz, Hundegesetz, Leinen- und Maulkorbzwang, gefährliche Hundes etc. wenden Sie sich bitte an das Ordnungsamt unter Tel.: 04531 504-343 oder per E-Mail: ordnungsamt@badoldesloe.de.

Entfernung & Entsorgung von Hundekot
Hundeführerinnen/Hundeführer sind verpflichtet unverzüglich den Kot ihrer Hunde zu entfernen. Im gesamten Stadtgebiet verteilt sind sog. „Hundetoiletten” mit kostenfreien Kotbeutel und der Entsorgungsmöglichkeit dieser Beutel aufgestellt.
Sollte der Hundekot nicht unverzüglich entfernt werden, kann dies als Verstoß gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das Straßen- und Wegegesetz bzw. die Satzung über die Sondernutzung an öffentlichen Straßen in der Stadt Bad Oldesloe (PDF-Datei) angesehen und mit einer Geldbuße geahndet werden.
Bei Rückfragen bezüglich der sog. „Hundetoiletten” wenden Sie sich bitte an den Fachbereich Bauamt, Tel.: 04531 504-431.

Hundesteuer
Das Halten von Hunden ist steuerpflichtig. Gemäß der Hundesteuersatzung der Stadt Bad Oldesloe (PDF-Datei) ist die Haltung von mehr als drei Monate alten Hunden steuerpflichtig.
Näheres zum Thema Hundesteuer erhalten Sie hier...
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Fachbereich Finanzen,
Tel.: 04531 504-213.




Zuständige Stelle:

Fachbereich Bürgeramt – Ordnungsamt
Markt 5, 23843 Bad Oldesloe

Tel.: 04531 504-343

Öffnungszeiten:

Montag–Freitag

8–12 Uhr

Donnerstag

14.30–17 Uhr


 

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